Krimi-Kurzgeschichten
Ich liebe die Stimmung, wenn man eine Stecknadel fallen hören kann. Alle lauschen gebannt. Die Auflösung des Krimis ist überraschend. Als ausgebildete Sprecherin habe ich die ersten Krimis 1996 gelesen. Nun lese ich meine eigenen Krimis mit Musik vor. Die abgeschlossenen Kurzgeschichten handeln von dem Ermittlerpaar, dem Hauptkomissar Buch und seiner Kollegin, Flora Siegel.
"Von wegen Entspannung! ... ein Yogakrimi" am Freitag, 9. März in Oberursel
Wer könnte schon besser über Yoga schreiben?
…
Nach "Kriminaltango" lese ich dieses Frühjahr meinen aktuellen Krimi — eine
mörderische Kurzgeschichte aus der Yogaszene.
Zu erwarten ist knisternde Stimmung bei einem
spannenden Krimi in dem wunderschönen Ambiente
des Studios, wo üblicherweise TaiChi, Tanztherapie
und Yoga ganz friedlich vermittelt werden.
Praxis am Urselbach, Neutorallee 8. Oberursel, Tel. 06171 / 503639 -
Eintritt frei
TEXT AUS DER SHORTSTORY "... 'Ihr Körper ist so verbogen. Mir wird übel bei diesem Anblick. So als wollte sie sich schützen', sagt Flora Siegel und hebt eine Hand. Für einen Moment schließt sie ihre Augen und erst mit großer Überwindung sieht sie wieder hin, denn sie muss es tun. Es ist ihr Job. Sie muss genau hinsehen. Das fällt ihr nicht leicht. Mit der anderen Hand krallt sie sich am Sakko ihres Kollegen, Hauptkommissar Kai Buch, fest. Dieses Verhalten ist eher ungewöhnlich, denn auch Flora Siegel hat schon vieles in ihren Jahren als Kriminalpsychologin gesehen. Sie weiß wie schreckliche Taten und entstellte Leichen aussehen. Sie weiß wozu der Mensch imstande ist. Man erinnere sich nur an das Blutgemetzel in der Tangobar in Frankfurt, im vergangenen Sommer.
Die nächsten "Yogakrimi"-Lesungen in Frankfurt am Main sind im April 2012 - Infos folgen in Kürze
"Kriminaltango"
Lesung: 70 Minuten inklusive Tango-Musik (CD) - Möchten Sie eine Krimilesung anbieten in Ihrem Cafe, Ihrem Kulturkeller oder vor einer Milonga? Fragen Sie einfach an - am besten per E-Mail: gude2011(at)t-online.de
TEXT AUS DER SHORTSTORY "… Die argentinische Tanzlehrerin Ariane sitzt ruhig auf dem Barhocker. Ihre schwarzen Locken, die gewöhnlich im festen Zopf gebändigt auf dem Rücken liegen, hängen wirr in die Stirn. Auch auf ihrer Jacke sind am Ärmelrand rote Spuren von getrocknetem Blut. Als würde ihr die Gestik Beruhigung verschaffen, dreht und spult sie ihre Haare unaufhörlich um die Finger. Ihr Lächeln wirkt in dieser Nacht versteinert…"